Innovative Keramik­implantate, die langlebige Alternative zu Titan

Immer wieder liest man, Keramikimplantate wären Titanimplantaten unterlegen. Das mag für die erste Generation zugetroffen haben, aber die aktuellen Keramikimplantate übertreffen ihre Vorgänger deutlich. Sie sind bruchfester, ästhetischer und verträglicher als Titan. Deshalb empfehlen wir in unserer Praxis in München Keramik, implantieren auf Wunsch aber auch Titan. Gerne erklären wir Ihnen die Unterschiede.

Inhalt:

Die Implantologie gehört zu den wichtigsten Tätigkeitsbereichen von Prof. Dr. Gahlert und PD Dr. Röhling. Jahrelange Forschungen auf dem Gebiet der metallfreien Zahnimplantate haben ihnen den Ruf international renommierter Wissenschaftler und Behandler verschafft. Beide setzen etwa 1.000 Implantate pro Jahr.

Prof. Dr. Gahlert konnte den weltweit führenden Implantathersteller davon überzeugen, dass Keramikimplantate aus Zirkoniumdioxid wichtig für Patienten mit Titanunverträglichkeiten sind und eine bedeutsame Alternative für Titanimplantate darstellen könnten. Mit Hilfe des Industriepartners gelang es Prof. Dr. Gahlert, dass Keramikimplantate genauso zuverlässig verknöchern und funktionieren wie vergleichbare Titanimplantate.

Gerne können Sie einen Beratungstermin mit unseren Spezialisten für Implantologie vereinbaren.



Sind Keramikimplantate etwas für Sie?

Keramikimplantate haben das experimentelle Stadium längst verlassen und liefern evidenzbasierte Ergebnisse. Sie sind besonders geeignet für:

  • Zahnverlust im gut sichtbaren Bereich
  • Patienten mit Parodontitis
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen, z. B. Allergien oder Rheuma oder einer Titanunverträglichkeit
  • Patienten, die naturheilkundliche Lösungen bevorzugen

Hier sehen Sie, wie ein Keramikimplantat mit einer Krone versorgt wird:

Patienten-Story: Schneidezahn aus Keramik

Frontzahnrehabilitation mit Keramikimplantat und Krone

Diese junge Patientin hat ein völlig gesundes und kariesfreies Gebiß außer einem Problem: Als junges und Pferde begeistertes Mädchen hatte sie ein stumpfes Trauma auf den rechten mittleren Schneidezahn erlitten, sodass dieser abgestorben ist. Es folgte eine Wurzelbehandlung und Jahre später sogar ein chirurgischer Eingriff, wo die Wurzelspitze des Zahnes entfernt wurde. Im Erwachsenenalter machte der Zahn abermals Ärger. Es bildete sich eine Fistel oberhalb des Zahnes am Zahnfleisch, wo sich permanent Flüssigkeit absonderte, ein klinisches Zeichen einer chronisch schwelenden Entzündung infolge der Wurzelbehandlung und der Wurzelspitzenresektion. Als ich die Patientin das erste Mal sah und untersuchte, stellte sich heraus, dass der Frontzahn nicht mehr zu retten war. Ich klärte sie darüber auf, dass eine Frontzahnrehabilitation mit einem Keramikimplantat möglich sei, die Entzündung nach der Zahnentfernung aber erst ausheilen muss und dann entschieden werden sollte, ob vorher ein Knochenaufbau dieser inzwischen sehr geschundenen Region erforderlich ist. Dieser Knochenaufbau musste dann auch durchgeführt werden, ich hatte ja der Patientin versprochen, die Ästhetik in diesem Bereich wieder so zu gestalten, dass kein anderer Mensch merken sollte, das der „neue“ Zahn ein künstlicher ist. 3 Monate nach dem Knochenaufbau konnte ich das Keramikimplantat setzen und weitere 3 Monate später konnte die Zahnversorgung angefertigt werden. Nach Ausgestaltung der umgebenden Weichteilverhältnisse mit einer zuerst provisorischen Krone wurde die endgültige Krone eingesetzt. Als die junge Frau das Ergebnis erstmalig sah, kamen ihr vor Glück die Tränen.

Haltbarkeit: Keramik ist stabiler als Titan

Keramik ist der natürlichen Zahnsubstanz sehr ähnlich und hat eine lange Lebensdauer. Die Implantate bestehen aus Zirkondioxid, einer Hightech-Keramik. Diese hat sich unter anderem auch an Bremsscheiben in Sportwagen bewährt und zählt zu den dentalen Materialien mit der höchsten Bruchfestigkeit. Zirkondioxid ist seit 16 Jahren in der Zahnmedizin im Einsatz. Daher lag die Idee nahe, es auch für Implantate zu nutzen. Ein Sprung in der Entwicklung stellte die mikroraue Hightech-Oberfläche dar: Sie ermöglicht die Verknöcherung der Implantatschraube und damit einen festen Halt. 

Keramikimplantate sind einer Studie zufolge sogar bruchfester als Titanimplantate. Die Hersteller gewähren eine lebenslange Garantie. Bei tausenden Implantaten, die der weltweit führende Implantathersteller seit 2011 auslieferte, ist es bis jetzt noch zu keiner einzigen Fraktur gekommen. Die Erfahrungen sind also sehr positiv.

Die Überlebens- und Erfolgsrate moderner Keramikimplantate beträgt 97,5 %. Bei Titanimplantaten liegen die Überlebens- und Erfolgsraten ebenfalls bei über 90 %. Hier gibt es bereits Langzeitdaten über 10 Jahre.

Industriell vorfabrizierte Sekundärteile, Positionsindikatoren und Flexibilität in der Kronenachse ermöglichen eine einfache Handhabung für den Zahnarzt, die den Patienten wiederum Sicherheit bietet.

Titan vs. Keramik:

Tissue Level Implantate
Keramikimplantate

Geringeres Risiko für Entzündungen

Innerhalb der ersten zehn Jahre nach dem Einsetzen von Titanimplantaten entwickeln 20 bis 25 Prozent eine Periimplantitis, also eine Entzündung am Implantat. Die scheinbar harmlosen Symptome täuschen viele Patienten über ein nicht zu verachtendes Risiko hinweg: Periimplantitis kann zu Knochenschwund und damit zum Verlust des Implantats führen.

Keramikimplantate sind Forschungen zufolge weniger anfällig für Plaquebildung als Titanimplantate. Außerdem ist der Knochenabbau laut einer Studie auch unter größerer Bakterienlast reduziert. Weitere Untersuchungen sind notwendig, um die Daten der Studie zu bestätigen und einen evidenzbasierten Beweis zu erbringen.

Schlussfolgern lässt sich dennoch, dass Keramik besonders für Patienten geeignet sein könnte, die zu Parodontitis neigen.

Hier erklärt Prof. Dr. Gahlert die Vorteile von Keramikimplantaten:

Keine Temperatur­empfindlich­keit und umwelt­zahn­medizinischen Belastungen

Zu den größten Vorteilen von Keramik gegenüber Titanimplantaten gehört die Verträglichkeit. Die sehr guten Weichgewebeanlagerungseffekte und die fehlende elektrische Leitfähigkeit machen Keramikimplantate besonders biokompatibel. Keramikimplantate haben im Vergleich zu Titan keine elektrische Leitfähigkeit und sind nicht temperaturempfindlich.

Außerdem entfallen auch mögliche Unverträglichkeitsreaktionen auf Titan wie Entzündungen, Autoimmunerkrankungen, Stoffwechselstörungen und Intoxikationen. Deshalb empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie Implantate aus Keramik. Das Material zersetzt sich nicht, gelangt also nicht in den Körper. Außerdem fehlt eine sogenannte Antennenwirkung: Keramik reagiert im Gegensatz zu Titan nicht auf elektromagnetische Schwingungen diverser Elektronikgeräte. So ist Keramik auch bei naturheilkundlich orientierten Zahnärzten beliebt. Die Krankenkasse bezuschusst Keramikimplantate genauso wie Titanimplantate.

Ästhetik: Zahnfarbene Implantate auch bei Knochenschwund nahezu unsichtbar

Zahnfarbene Keramikimplantate schimmern auch bei dünnem Zahnfleisch nicht durch. Sollte es zu Knochenabbau kommen, sind im Gegensatz zu Titan keine ästhetischen Einbußen aufgrund eines sichtbaren Implantatrands zu befürchten. Die Ästhetik spielt vor allem im Front- und Seitenzahnbereich eine Rolle, da die Schneide- und Backenzähne beim Lachen und Sprechen gut sichtbar sind.

Erkennen Sie, welche Zahnlücke mit Zahnersatz versorgt wurde?

Zahnlücke mit Zahnersatz versorgt

Als Nachteil von Keramikimplantaten wird häufig angeführt, dass die Einheilung länger dauern würde. Das stimmt einer Studie zufolge allerdings nicht. Sogar eine Sofortbelastung ist möglich. Keramikimplantate heilen genauso schnell ein wie Titanimplantate.

Keramikimplantate beim Spezialisten in München

Prof. Dr. Gahlert arbeitet seit 2004 mit Keramikimplantaten und war stets bei den einzelnen Evolutionsstufen an vorderster Front mit dabei. Das schätzen auch Patienten aus ganz Bayern und anderen Regionen. Sie scheuen keine Mühen, die teilweise lange Reise nach München anzutreten, um sich von Prof. Dr. Gahlert behandeln zu lassen.

Warum zu uns?

  • Ausbilder für Zahnärzte, die den Master in Oral Implantology absolvieren
  • Betreuung von Doktoranden
  • 10-jährige Entwicklung von Keramikimplantaten
  • ausschließliche Verwendung von Premiumprodukten
  • Zusammenarbeit mit Münchner Experten für Knochenaufbau
  • schonende Operationstechnik mit feinen Instrumenten
  • 3-D-Röntgen für eine präzise OP-Planung
  • 35 Jahre Erfahrung als chirurgisch tätiger Zahnarzt
  • individuelle Risiko-Nutzen-Abschätzung
  • möglichst vorhersagbare Ergebnisse
  • versierter Umgang mit Angstpatienten

Sie wünschen sich Titan- oder Keramikimplantate? Gerne beraten wir Sie und erarbeiten einen individuellen Heil- und Kostenplan. Sie erreichen unsere Zahnarztpraxis unter +49 89 23 66 80 0 oder welcome@oralchirurgie-t1.de. Wir freuen uns auf Sie!


Ein Patient berichtet von der Behandlung mit Keramikimplantaten bei Prof. Gahlert:

jameda Bewertungsskala
Bewertung vom
10.10.2018 bei jameda

Sehr zu empfehlen

„Dr Gahlert hat mir nach langer und intensiver Beratungszeit mit verschiedenen Versuchen die vorhandenen Titanimplantate „zu retten“ zwei dauerhaft schmerzende Implantate und das künstliche Knochenaufbaumaterial entfernt und durch körpereigenes Knochenmaterial und Keramikimplantate samt Keramikkrone ersetzt. Die schwierige Behandlung verlief ohne jegliche Komplikationen. Nun bin ich nach mehr als zwei Jahren endlich schmerzfrei. Ganz herzlichen Dank an Ihn und das sehr nette Praxisteam. Herr Dr. Gahlert nimmt sich sehr viel Zeit Hier fühlt man sich als Patient wirklich ernstgenommen und sehr gut betreut.“