Parodontologie in der Innenstadt Münchens

Die Parodontologie befasst sich mit dem so genannten Zahnhalteapparat. Dazu zählt unter anderem das Zahnfleisch, aber auch die Alveole, also das knöcherne Zahnfach, in welchem ein Zahn sitzt. Ein gesunder Zahnhalteapparat ist wichtig, damit unsere Zähne an Ort und Stelle bleiben – bei Erkrankungen droht Zahnverlust. Dabei behandeln wir im Rahmen der Parodontologie in unserer Praxis in München vor allem die Gingivitis und die Parodontitis.

Gingivitis: Vorstufe der Parodontitis

Die Gingivitis stellt eine Zahnfleischentzündung dar und ist gleichzeitig die Vorstufe der Parodontitis. Bei einer Gingivitis bemerkt der Patient meist leichtes Zahnfleischbluten, verschiedene Bereiche des Zahnfleisches sind zudem leicht geschwollen. Die Ursache ist in den meisten Fällen unzureichende Mundhygiene – seltener verletzten Patienten das Zahnfleisch durch zu starkes Putzen.

Unser Zahnfleisch schmiegt sich im gesunden Zustand eng um den Zahn und verhindert somit, dass schädliche Bakterien zu den empfindlichen Zahnhälsen vordringen können. Entzündetes Zahnfleisch erfüllt diese Schutzfunktion nicht mehr. Bakterien können dann ungehindert durch einen kleinen Spalt zwischen Zahn und Zahnfleisch dringen. Ab diesem Punkt sprechen wir in der Parodontologie von einer Parodontitis.

Behandlung einer Gingivitis

Eine Gingivitis ist im Gegensatz zur Parodontitis heilbar. Der Aufwand ist in der Regel gering. Eine Professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt entfernt wirksam Beläge auf den Zähnen und erlaubt dem Zahnfleisch, wieder zu heilen. Tägliches Zähneputzen und die Anwendung von Zahnseide sind ein wichtiger Schritt, um eine Gingivitis zu bekämpfen. Eine Zahnbürste mit weichen bis mittelharten Borsten sorgt dafür, dass das Zahnfleisch nicht weiter gereizt wird. Antibakterielle Mundspülungen und speziellen Salben können in ausgeprägten Fällen helfen.

Gut zu wissen: Wer bereits eine leichte Gingivitis zahnärztlich behandeln lässt, hat in der Regel sehr gute Chancen, eine Parodontitis-Erkrankung und damit Zahnverlust wirksam zu verhindern.

Parodontitis in den Griff bekommen

Parodontitis gehört zu den Volkskrankheiten. Mehr als 40 % der über 65-Jährigen haben eine chronische Zahnbetterkrankung, aber auch mehr als 20 % der über 35-Jährigen sind betroffen. Viele Patienten leiden ihr ganzes Leben lang unter typischen Symptomen wie Zahnfleischbluten, geschwollenem Zahnfleisch, freiliegenden Zahnhälse, Kälte- und Hitze-Empfindlichkeit, Mundgeruch oder lockeren Zähnen.

Die Hartnäckigkeit der Erkrankung ist auf Bakterien zurückzuführen, die sich permanent in Zahnfleischtaschen oder Zahnzwischenräumen angesiedelt haben. Manche Patienten glauben irgendwann nicht mehr daran, dass die Erkrankung zuverlässig behandelbar ist. Ihnen sei gesagt: Es ist durchaus möglich, Parodontitis in den Griff zu bekommen!

Ablauf der Parodontitis-Behandlung in unserer Praxis

Der Erfolg der Behandlung hängt maßgeblich vom Therapiekonzept ab, das auf jeden einzelnen Patienten zugeschnitten sein sollte.

Folgendes Konzept hat sich bewährt:

1. Schritt: Genaue Analyse des Status quo

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Zuerst muss jeder betroffene Zahn genau analysiert werden. Bei Parodontitis bilden sich immer Zahnfleischtaschen, das heißt zwischen Zahnwurzel und Zahnfleisch befindet sich ein Spalt und ein Teil der Zahnhaltefasern ist zerstört worden. Anhand einer Taschentiefenmessung lässt sich die Tragweite der Zahnbetterkrankung feststellen. Bei einer leichten Parodontitis reicht eine professionelle Zahnreinigung aus, häufig in Kombination mit einer sogenannten Kürettage (Ausschabung).

2. Schritt: Tiefenreinigung durch Kürettage

Grundlage jeder Therapie ist eine Optimierung der Mundhygiene. Schließlich gilt es, die Bakterien bestmöglich zu entfernen, die zur Zahnbettentzündung geführt haben. Im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung werden Zahnbeläge (Plaque) selbst an schwer zugänglichen Stellen entfernt, zum Beispiel zwischen den Zähnen oder in den tieferen Regionen der Zahnfleischtaschen. Außerdem erfahren Sie individuell, wo spezifische Putzfehler auftauchen und welche Zähne einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.

3. Schritt: Reinigung der Zahnfleischtaschen mit Scaling

Bakterielle Beläge und feste Ablagerungen, sogenannte Konkremente, können sich auch an den Zahnhälsen und an den Zahnwurzeln in der Tiefe bilden. Unter örtlicher Betäubung werden sie mit speziellen Instrumenten entfernt. Diese Therapie nennt man „subgingivales Scaling“. Die Glättung der erreichbaren Oberflächen reduziert das Risiko einer erneuten Bakterienbesiedelung.

4. Schritt: Chirurgische Intervention 

Hat das Scaling noch nicht zum Erfolg geführt, ist der nächste Behandlungsschritt eine Öffnung des Zahnfleisches. Es wird an den entzündeten Stellen durch kleine Schnitte zurückgeklappt, um die Wurzeloberfläche gezielter reinigen und glätten zu können. Dank örtlicher Betäubung ist der Eingriff schmerzfrei. Im Anschluss wird die Wunde vernäht, die in der Regel nach einer Woche verheilt ist.

Bessere Regeneration mit Schmelzmatrixproteinen:

Prof. Dr. Gahlert und PD Dr. Röhling nutzen sogenannte Schmelzmatrixproteine, die den Knochen und Zahnfleischfasern schneller wachsen lassen. Die biologisch aktiven Eiweißstrukturen helfen, den Zahnhalteapparat wiederherzustellen, der sich im Rahmen der Parodontitis zurückgezogen hat oder sogar zerstört wurde. Obwohl die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkundebestätigt hat, dass es sich um ein wirkungsvolles und sicheres Verfahren handelt, ist es längst noch kein Standard in der Parodontitistherapie.

Warum ist Nachsorge in der Parodontologie besonders wichtig?

Wir legen sehr viel Wert auf eine lückenlose Nachsorge. Im Rahmen der sogenannten unterstützenden Parodontitis-Therapie (UPT) überprüfen wir die aktuelle Taschentiefe, um bei einem erneuten Ausbruch der
Erkrankung eine zeitnahe und sofortige Intervention zu gewährleisten. Außerdem empfehlen wir, ein- bis viermal pro Jahr Zahnbeläge im Rahmen einer professionellen Zahnreinigung entfernen zu lassen. Wenn Sie auch zu Hause eine gründliche Mundhygiene betreiben, können wir die Parodontitis zuverlässig zum Stillstand bringen. Nur eine gemeinsame Anstrengung von Patient und Zahnarzt führt die Behandlung zum Erfolg.

Was passiert, wenn Parodontitis unbehandelt bleibt?

Eine Parodontitis, im Volksmund auch Parodontose genannt, verschwindet nicht von selbst. Ohne Behandlung müssen Sie mit einem steten Fortschritt der Erkrankung rechnen, die am Ende zu komplettem Zahnausfall führt. Außerdem weisen Studien darauf hin, dass Parodontitis ernste Allgemeinerkrankungen begünstigen kann. Das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen steigt um das 15-Fache, das Schlaganfall-Risiko um das 2,8-Fache, wenn eine Parodontitis vorliegt.

Mein Zahnfleisch ist zurückgegangen – Was kann ich tun?

Entzündetes Zahnfleisch kann sich nach und nach zurückziehen. Damit liegen die Zahnhälse frei. Diese reagieren meist sehr empfindlich auf äußere Reize, wie kalte oder süße Speisen. Zudem sind sie anfällig für Karies. Auch die ästhetische Komponente spielt beim Zahnfleischrückgang eine Rolle. Denn ein schönes Lächeln ergibt sich vor allem aus dem ausgewogenen Verhältnis zwischen gepflegten Zähnen und gesundem Zahnfleisch. Hat sich nach einer Parodontitis das Zahnfleisch zurückgebildet, kann PD Dr. Gahlert im Rahmen einer Zahnfleischoperation wieder zu einem gesunden Lächeln verhelfen. Er beherrscht selbst komplexe chirurgische Eingriffe zum Wiederaufbau des Zahnfleisches.

Gut zu wissen: Einmal zurückgegangenes Zahnfleisch wächst nicht mehr nach. Darum ist die Gesunderhaltung unseres Zahnfleisches so wichtig.


Was Sie in unserer Praxis in München erwartet

  • PD Dr. Gahlert ist Facharzt für Parodontologie, Privatdozent Dr. habil. Dr. med. dent. Röhling behandelt Parodontitispatienten – beide haben langjährige Erfahrungen
  • Fokus auf schwere Formen der Parodontitis
  • Schmelzmatrixproteine für eine bessere Regeneration der, Zahnhaltefasern, dadurch wieder festere Zähne
  • individuelle Risiko-Nutzen- Abwägung mit Angabe von Erfolgswahrscheinlichkeiten
  • schnelle Terminvergabe