Banner
Banner
  • Home
  • Ratgeber
  • Periimplantitis: Entzündungen am Zahnimplantat behandeln

Periimplantitis: Entzündungen am Zahnimplantat behandeln

Zahnimplantate gelten als High-End-Zahnersatz. Sie sind fest im Kiefer verankert und sehen den natürlichen Zähnen zum Verwechseln ähnlich. Damit werden Sie auch hohen Ansprüchen an den Zahnersatz gerecht. Damit die Implantate im besten Fall ein Leben lang im Mund bleiben, ist – wie bei natürlichen Zähnen auch – regelmäßige Pflege notwendig. Denn Entzündungen rund um das Implantat können den festen Halt im Kiefer beeinträchtigen. In der modernen Zahnmedizin wird diese Entzündung analog zur Parodontitis auch Periimplantitis genannt.

So erkennen Sie eine Periimplantitis

Patienten bemerken eine Entzündung des Implantatbetts oft lange Zeit nicht, da die Erkrankung nahezu schmerzarm verläuft. Erste Anzeichen einer Periimplantitis sind Rötungen am Zahnfleisch und Schmerzen bei Berührungen am Rand des Implantats. Bis hierhin ist lediglich das Zahnfleisch betroffen – es handelt sich um eine periimplantäre Mukositis. Wird die periimplantäre Mukositis nicht behandelt, kann eine schwere Periimplantitis entstehen. Bei einer fortgeschrittenen Periimplantitis wird auch der Knochen von der Entzündung angegriffen. Schmerzen im Kiefer, vermehrtes Zahnfleischbluten, Eiterbildung und die Lockerung des Implantats sind typische Anzeichen für ein fortgeschrittenes Stadium. Meist kann das Implantat dann nicht mehr gerettet werden, da der Knochenabbau weit fortgeschritten ist.

Gut zu wissen: Fast 20 Prozent der Patienten mit einem Zahnimplantat haben in den zehn Jahren nach der Implantation mit einer Periimplantitis zu kämpfen.

Behandlung einer Periimplantitis in unserer Münchner Praxis

praxisflur gahlert roehling

Um eine Periimplantitis zu behandeln gibt es unterschiedliche Therapien. Diese richten sich im Wesentlichen nach dem Stadium der periimplantären Erkrankung. Dabei beraten Sie unsere Implantologen Dr. Gahlert und Dr. Röhling umfassend über die Therapiemöglichkeiten und klären gemeinsam mit Ihnen ab, ob das Zahnimplantat gerettet werden kann und welche weiterführende Versorgung sinnvoll ist.

Zahnreinigung und Co.: Mukositis behandeln

Handelt es sich um eine milde periimplantäre Entzündung, führen wir in unserer Praxis eine professionelle Zahnreinigung bzw. Implantatreinigung durch. Mittels spezieller Instrumente und Pulverstrahl-Geräte werden bakterielle Beläge nachhaltig entfernt. Zusätzlich können Bakterien nach dieser Behandlung weniger gut anhaften. Auf diese Weise wirken wir einer beginnenden Mukositis entgegen.

Zusätzlich zur Implantat- bzw. Zahnreinigung geben wir Ihnen wertvolle Tipps rund um die richtige Mundhygiene an die Hand. Hierzu gehören auch Zahnseide sowie Interdentalbürstchen, die dabei helfen, Implantate, Zähne und Zahnfleisch gesund zu erhalten. Nach dieser Therapie beruhigt sich das Zahnfleisch in vielen Fällen wieder. Um sicher zu gehen, dass die Mukositis ausgestanden ist, führen wir Kontrolluntersuchungen in unserer Münchner Praxis durch.

Chirurgische Therapien bei ausgeprägter Periimplantitis

Da eine Mukositis und Periimplantitis lange Zeit beschwerdefrei verlaufen, suchen viele Patienten erst spät den Zahnarzt auf, um Unregelmäßigkeiten abklären zu lassen. Um eine fortgeschrittene Periimplantitis zu behandeln, sind meist mehrere Schritte notwendig.

Behandlung der Entzündung

Zu Beginn liegt unser Fokus darauf, die Entzündung zu beseitigen. Da konservative Therapien bei einer starken periimplantären Infektion nicht mehr erfolgsversprechend sind, wird im Rahmen eines chirurgischen Eingriffs das periimplantäre Gewebe entfernt. Anschließend reinigen und glätten wir die Implantatoberfläche sowie die Zahnfleischtaschen gründlich, um einerseits bestehende Bakterienherde zu entfernen und um andererseits neuen Bakterien die Anhaftung zu erschweren.

Behandlung bei Knochenabbau

Nicht selten kommt es im Rahmen einer Periimplantitis zu einem Knochenabbau. Im schlimmsten Fall verliert das Implantat seinen Halt im Kiefer und lockert sich oder fällt aus. Dann gilt es, den Knochen mit körpereigenem oder Ersatzmaterial wieder aufzubauen. Dieser Vorgang dauert bis zu sechs Monate. Erst dann ist es möglich, erneut ein Implantat zu setzen. Im Rahmen einer Revisionsbehandlung kann es sinnvoll sein, ein Keramikimplantat einzusetzen, da Bakterien hier wesentlich schlechter anhaften können.

Behandlung von Zahnfleischrückgang

Wie bei einer Parodontitis wird nicht nur der Knochen, sondern auch das Zahnfleisch geschädigt. Stark entzündetes Zahnfleisch zieht sich oft zurück und wächst auch nicht mehr nach. Auf diese Weise wirken die Zahnhälse länger als üblich – dies gilt auch für Implantate. Bei diesen ästhetischen Beschwerden kommt eine Zahnfleischkorrektur infrage. Dabei arbeiten unsere Oralchirurgen in München mit Ersatzmaterial oder strecken das vorhandene Zahnfleisch vorsichtig, sodass die Zahnhälse wieder bedeckt sind.

Fallbespiel eines Patienten mit chronischer Periimplantitis

Bei diesem Fallbeispiel wurde beim Patienten an zwei Titanimplantaten eine stark ausgeprägte Periimplantitis diagnostiziert. Unsere Oralchirurgen Dr. Gahlert und Dr. Röhling entfernten die schmerzenden Implantate. Nach acht Monaten wurde schließlich ein Knochenaufbau durchgeführt, der den neuen Keramikimplantaten festen Halt im Kiefer gibt. Drei Jahre nach der erneuten Implantation zeigen Röntgenaufnahmen einen stabilen Kieferknochen und der Patienten kann sich über feste Implantate ohne Schmerzen freuen.

Ein Fallbeispiel aus unserer Praxis

Ein 46-jähriger Patient klagte über immer wiederkehrende Beschwerden an Titanimplantaten, die ihm seine Hauszahnärztin 5 Jahre zuvor im Oberkiefer regio ehemals Zähne 25 und 26 eingesetzt hatte.  Bei der klinischen und röntgenologischen Untersuchung zeigten sich eine stark ausgeprägte Periimplantitis an beiden Implantaten, die nicht mehr behandelbar gewesen ist. 8 Wochen nach der operativen Entfernung der Implantate wurde mit einem Beckenkammtransplantat vertikal augmentiert. Das Knochentransplantat wurde mit zwei Osteosyntheseschrauben stabilisiert. Nach einer 3- monatigen Einheilphase wurden, auch auf Wunsch des Patienten, 2 einteilige Keramikimplantate inseriert, die nach einer 3- monatigen Osseointegrationsphase prothetisch versorgt wurden. Eine Kontrollaufnahme nach 3- jähriger Belastungsphase zeigt stabile Knochenverhältnisse.

Zum gesamten Fallbeispiel


Wie wir Ihnen in unserer Münchener Praxis weiterhelfen können, klären wir gerne persönlich mit Ihnen.


Wie Sie eine Periimplantitis verhindern können

Vielfach ist mangelnde Mundhygiene der Auslöser für eine Periimplantitis. Dem können Patienten entgegenwirken, indem sie einerseits die Tipps zur Zahn- und Implantatpflege beherzigen und andererseits die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis wahrnehmen. Denn eine Mukositis im Anfangsstadium ist für Laien nur schwer festzustellen, lässt sich jedoch meist gut behandeln. Je länger Patienten den Zahnarztbesuch aufschieben, desto langwieriger gestaltet sich die Therapie, um eine Mukositis zu behandeln. Für Patienten, die bereits an einer Periimplantitis litten gelten oft kürzere Abstände zwischen den Untersuchungen. Denn ähnlich wie einer Parodontitis kann auch einer Periimplantatis nicht abschließend geheilt werden – eine gewisse Anfälligkeit besteht immer.

Corona Info Oralchirurgie T1

Maßnahmen zum Corona Virus

Liebe Patienten,

seit nun langer Zeit wird auch unser Alltag von Auswirkungen des Corona-Virus durch Schließungen der Schulen, Kindergärten und weiterer Einrichtungen bestimmt.

Um unseren Patienten weiterhin unsere zahnmedizinische Versorgung zukommen zu lassen – ohne dabei eine unnötige Infektionsgefährdung für Sie oder unser Personal einzugehen – möchten wir Ihnen gerne ein paar Informationen an die Hand geben:

Wir unterliegen in unserer oralchirurgischen Praxis strengsten Hygienerichtlinien und stellen den Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter an oberste Priorität. Neben Händedesinfektion, dem Tragen von Einmalhandschuhen und FFP2-Mundschutz, werden auch unsere Oberflächen einer ständigen Wischdesinfektion unterzogen. Auch die Instrumentenaufbereitung findet selbstverständlich nach den aktuellen Leitlinien des Robert-Kochs-Instituts statt.

Bitte unterstützen auch Sie uns, indem Sie sich vor und nach der Behandlung gründlich Ihre Hände waschen.

Zudem haben wir organisatorische Maßnahmen ergriffen, um die Anzahl an Patienten im Wartezimmer zu reduzieren und durch Anpassungen der Bestuhlung den Abstand der Wartenden zu berücksichtigen. Auch hier können Sie uns helfen, indem Sie auf Begleitpersonen verzichten oder diese draußen oder im Auto warten lassen.

Falls Sie sich krank fühlen und/oder grippeähnliche Symptome aufweisen, bitten wir Sie, vorsorglich Ihren Termin telefonisch oder per e-mail abzusagen und die Praxis nicht zu betreten. Patienten, die einen Termin für eine aufschiebbare Behandlung vereinbart haben, werden von uns kontaktiert und der Termin auf einen anderen Zeitpunkt verschoben.

Sollten Sie Fragen zur aktuellen Lage haben, können Sie unser Sekretariat, vertreten durch Monika Hoffmann und Simone Kerscher, gerne per e-mail welcome@oralchirurgie-t1.de oder telefonisch unter 089 2366800 kontaktieren.

Ihre und unsere Gesundheit geht vor!

Ihr Team der Oralchirurgie T1