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GalvoSurge: Verfahren zur Implantatreinigung

Neueste wissenschaftlich gesicherte Analysen ergeben ein Aufkommen von chronischen Entzündungen rund um Titanimplantate von nahezu 25% nach 9 Jahren. (Derks et al. 2018) Dieses Erkrankung wird Periimplantitis genannt und zeigt sich klinisch in Zahnfleischbluten und langsam, aber stetig voranschreitenden Kieferknochenabbau rund um das eingesetzte Titanimplantat. Das Fatale an dem Phänomen: Patienten merken sehr oft gar nicht, dass sie betroffen sind, da die Entzündungen vielfach chronisch verlaufen und daher schmerzlos sind. Periimplantitis führt langfristig zum Verlust des Implantats und daher zu erheblichen Folgekosten. Darüber hinaus schadet diese Erkrankung der Allgemeingesundheit, denn krankheitserregende Bakterien können über die Blutbahn ausgehend von entzündeten Titanimplantaten in den Körperkreislauf geraten.

Die neue Dimension der Entzündungsbehandlung am Titanimplantat: GalvoSurge

Seit langer Zeit befasst sich die Zahnmedizin mit unterschiedlichen Behandlungskonzepten zur Eindämmung von Periimplantitis. Ein Ansatz ist jetzt neu entwickelt worden und scheint bahnbrechend für zukünftige Behandlungsstrategien zur Säuberung von betroffenen Titanimplantaten zu sein: das GalvoSurge Reinigungsprinzip.

Bei GalvoSurge handelt es sich um eine Oberflächenreinigung des Implantats mittels Elektrolyse. Während der Behandlung wird dabei das entzündete Implantat mit einem speziellen Elektrolyt benetzt und mittels eines Konnektors eine geringe Spannung angelegt. Der Eingriff findet unter Lokalanästhesie statt und ist vollkommen schmerzlos. Durch die Elektrolyse wird Wasser hydrolytisch gespalten. Die H+ – Ionen penetrieren den auf dem freiliegenden Teil der Oberfläche befindlichen Schmutzfilm aus Bakterien, werden dadurch reduziert und es entsteht atomarer Sauerstoff, der kleine Bläschen bildet und den bakteriellen Biofilm von der verunreinigten Implantatoberfläche abhebt. Diese Technik wirkt dadurch von „innen“ nach „außen“ und differenziert sich dadurch erheblich von anderen Dekontaminationsstrategien, die bislang eher den Biofilm von außen abzutragen versuchten.

Besonders bedeutsam für das Verständnis dieses Behandlungsprinzips ist die Tatsache, dass die Oberflächenstruktur von Titanimplantaten mikrorau und daher sehr schwierig von „außen“ zu reinigen ist. Kleinste Bakterienbestandteile verbleiben in den meisten Fällen in Porositäten oder Mikrolakunen und können so wieder zukünftige Kumulationsinseln für die erneute Bildung von bakteriellem Biofilm darstellen.

Dieser beschriebene Reinigungsprozess mit GalvoSurge dauert 2 Minuten, setzt jedoch die komplette Freilegung des betroffenen Implantats voraus. Als Ergebnis erhält der Patient eine dekontaminierte Implantatoberfläche, die die Anlagerung von Regenerationszellen aus dem Blut begünstigt. Daher wird diese beschriebene Maßnahme ausschließlich für die chirurgisch regenerative Therapie an von Periimplantitis betroffenen Titanimplantaten durchgeführt.

Wir bieten Ihnen diese neueste Technologie im Rahmen unserer Periimplantitis Behandlungsstrategien an und können Ihnen schon jetzt nach bisher vorliegender Datenlage eine große Chance des Erhalts betroffener Titanimplantate garantieren!

Corona Info Oralchirurgie T1

Maßnahmen zum Corona Virus

Liebe Patienten,

seit nun langer Zeit wird auch unser Alltag von Auswirkungen des Corona-Virus durch Schließungen der Schulen, Kindergärten und weiterer Einrichtungen bestimmt.

Um unseren Patienten weiterhin unsere zahnmedizinische Versorgung zukommen zu lassen – ohne dabei eine unnötige Infektionsgefährdung für Sie oder unser Personal einzugehen – möchten wir Ihnen gerne ein paar Informationen an die Hand geben:

Wir unterliegen in unserer oralchirurgischen Praxis strengsten Hygienerichtlinien und stellen den Schutz unserer Patienten und Mitarbeiter an oberste Priorität. Neben Händedesinfektion, dem Tragen von Einmalhandschuhen und FFP2-Mundschutz, werden auch unsere Oberflächen einer ständigen Wischdesinfektion unterzogen. Auch die Instrumentenaufbereitung findet selbstverständlich nach den aktuellen Leitlinien des Robert-Kochs-Instituts statt.

Bitte unterstützen auch Sie uns, indem Sie sich vor und nach der Behandlung gründlich Ihre Hände waschen.

Zudem haben wir organisatorische Maßnahmen ergriffen, um die Anzahl an Patienten im Wartezimmer zu reduzieren und durch Anpassungen der Bestuhlung den Abstand der Wartenden zu berücksichtigen. Auch hier können Sie uns helfen, indem Sie auf Begleitpersonen verzichten oder diese draußen oder im Auto warten lassen.

Falls Sie sich krank fühlen und/oder grippeähnliche Symptome aufweisen, bitten wir Sie, vorsorglich Ihren Termin telefonisch oder per e-mail abzusagen und die Praxis nicht zu betreten. Patienten, die einen Termin für eine aufschiebbare Behandlung vereinbart haben, werden von uns kontaktiert und der Termin auf einen anderen Zeitpunkt verschoben.

Sollten Sie Fragen zur aktuellen Lage haben, können Sie unser Sekretariat, vertreten durch Monika Hoffmann und Simone Kerscher, gerne per e-mail welcome@oralchirurgie-t1.de oder telefonisch unter 089 2366800 kontaktieren.

Ihre und unsere Gesundheit geht vor!

Ihr Team der Oralchirurgie T1